Lucida Console

 

 

(...)

 
T O B R E V I E R S C H R E I V E R B O T  [1] (ABB 2)

Das skizzierte Modell zur Hegung von BŸrgerkriegskonflikten ist nur ein Beispiel fŸr die Zivilisierung unteilbarer Konflikte. FŸr die Auseinandersetzungen zwischen InlŠndern und Migranten, MŠnnern und Frauen, Alten und Jungen, Modernisten und Fundamentalisten wird es – im Rahmen des demokratischen Streitmodells – anderer Verfahren bedŸrfen.[2]

 
Der sprachliche Vorschlag dazu wŠre, das Wort ãwirÒ immer in Bezug auf die Menschheit zu verwenden. Mšchte ich auf spezielle UmstŠnde einer bestimmten Situation eingehen, sage ich ãdiejenigen von unsÒ. Zum Beispiel: diejenigen von uns, die in China geboren wurden; [3]

 
die deutsche Vorfahren hatte, als Kind in Wien und in Paris aufwuchs und zu der Zeit besser Deutsch und Franzšsisch sprach als Englisch, das sie erst spŠter lernte.[4]

Ich konnte Ÿberhaupt nicht Englisch sprechen.[5]

- Connais-tu lÕanglais ? voulut-il savoir.

- Jawol, I said.

LÕon parla donc anglais ou plut™t lÕon spiqua anglisch.[6]

Mein Vater, er hat acht oder neun Sprachen gesprochen, hat mir sehr viel geholfen.[7]

 
ãSprichst du das Ami-Idiom?Ò fragt mich Bo§.

ãJawohl, I said.Ò

Ich sprach also Ami-Idiom mitm Bo§ bzw. I spikd schottisch with him.[8]

Ich hab sehr intensiv gelernt. Ich hab die New York Times jeden Tag gelesen mit einem Wšrterbuch, aber es hat Jahre gedauert, bevor ich gut Englisch sprechen konnte.[9]

For a long time these phenomena were treated as translation mistakes under the pejorative heading of âtranslationeseÕ, also called âthe third languageÕ[10]

die sie anglisierend ãSteineseÒ nannten [11]

Teach me Chinese [12]

Teach them disobedience, I said, make every German child know that it is its duty at least once a day to do its good deed and not believe something its father or its teacher tells them, confuse their minds, get their minds confused and perhaps then they will be disobedient and the world will be at peace.[13]

Quoth she (sc. Gertrude Stein) that the German people are obediently warlike and advises teaching every German child disobedience by confusing their little minds and getting their little minds confused so there will be peace. And how to do this is simple say I.[14]

 
It is true, this kind of studying is definitely a decentering practice, but that is the point.[15]

 
Namenswšrter, die wir manchmal als AbkŸrzung anstelle des Nebensatzes verwenden, neigen hingegen leichter dazu, das Bild einer fixen, umfassenden, unverŠnderlichen IdentitŠt zu suggerieren. So etwa: ãIch bin AuslŠnderinÒ im Vergleich zu ãIch lebe derzeit in …sterreichÒ.[16]

SchleiermacherÕs insistence on ÔforeignnessÕ, his positive eulogy of ÔtranslationeseÕ clearly indicates that [17]

 
In todayÕs world people must learn to Òde-centerÓ themselves and to cope with cultural, racial, sexual, and social differences in a better way than we see it on TV reports over Kosovo.[18] 

Dieser Krieg wird in den diskursiven Rahmen gepasst, der in den vergangenen fŸnf Jahren entstanden ist.[19]

Oulipian dislocations of this ãnaturalÒ language counter its de facto authority or, at the least, provide an alternative to it.[20]

wovon man sagt, das ist das A und O von AktualitŠt, das ist modisch, Doktrin, wo das Absolutprimat vom Signifikant stŸtzt [21]

 
Similarly in translation, the moment an element in the text draws attention to itself, it will draw the readerÕs attention to the fact not only that this is a translation but, consequently, that it is a piece of writing.[22]

sÕinspirant dÕun support doctrinal au gožt du jour qui affirmait lÕabsolu primat du signifiant,[23]

 
Seine zwei Kšrper ermšglichen es dem Monarchen zwischen dem Irdischen (der Gesellschaft) und dem Transzendenten (der gšttlichen LegitimitŠt der Gesellschafts-Ordnung) zu vermitteln.[24]  

Language by its nature makes us focus on its conclusions, not its presence.[25]

 
Dieses symbolische Dispositiv wird mit den republikanischen Revolutionen grundlegend und irreversibel umformuliert, indem der vom Kšrper des Kšnigs besetzte Ort der Macht zur Leerstelle wird.[26]

Weil die inhaltlichen Elemente beliebig und austauschbar wirken, wird der Blick des Lesers auf den Ausdruck, das âWortÕ, die âSprache an sichÕ gelenkt.[27]

 
When the Red Queen tells Alice to hurry up and say what she thinks, Alice replies, Ç How can I say what I think till I see what I say ? È [28]

SchŸlerInnen besetzen das Rektorat und rufen im Radio an, zugleich hšren sie ihre Schreie Ÿber das Radio; [29]

symbolischer Kulminationspunkt der Geburt des demokratischen Dispositivs ist der Moment der Enthauptung des Kšnigs.[30]

Il a disparu. Qui a disparu? Quoi? Il y a (il y avait, il y aurait, il pourrait y avoir) un motif tapi dans mon tapis, mais, plus quÕun motif: un savoir, un pouvoir.[31]

In diesem Moment fŠllt die Delegitimation des sakralen Kšrpers des Kšnigs mit der Dekorporierung seines irdischen Kšrpers zusammen.[32]

Non pas la mort (quoiquÕˆ tout instant la mort sÕaffirm‰t), non pas la damnation (quoiquÕˆ tout instant la damnation sÕaffich‰t), mais dÕabord lÕomission : un non, un nom, un manquant : [33]

 
Von nun an wird Gesellschaft mit den Paradoxa eines leeren Ortes der Macht und der radikalen Unbestimmtheit ihrer eigenen Legitimationsbasis zurande kommen mŸssen.[34]

tout a lÕair normal, tout aura lÕair normal, mais, dans un jour, dans huit jours, dans un mois, dans un an, tout pourrira : il y aura un trou qui sÕagrandira, pas ˆ pas, oubli colossal, puits sans fond, invasion du blanc.[35]

 
Aber ist das so schlimm? Demokratische Gesellschaften werden ja nicht durch die stumme Eintracht ihrer BŸrger zusammengehalten, sondern durch die Formen ihres Streitens.[36]

A possible counter-argument would be that the radical break of the Õdemocratic inventionÕ consists in the very fact that what was previously considered an obstacle to the ÕnormalÕ functioning of power (the Ôempty placeÕ of power, the gap between this place and the one who actually exerts power, the ultimate indeterminacy of power) now becomes its positive condition; [37]

 
Was ich mir also vornahm, war nicht nur Last, war nicht nur Zwangswams, das war auch, grosso modo, Stimulanz und StŸtzung.[38]

non un poids mort, non un carcan inhibant, mais, grosso modo, un support stimulant.[39]

 
What this means is that – to put it in the well-known Derridan terms - the condition of impossibility of the exercise of power becomes its condition of possibility: [40]

nn-1

 

 
wohl gerade auch deshalb, weil hier der Autor das Handicap nicht elegant zu Ÿberspielen sucht, sondern – auffŠllig – aus seinem Schlagschatten heraus eine einprŠgsame stilistische Strategie verfolgt.[41]

 
plus tard, quand nous aurons compris la loi qui guida la composition du discours, nous irons admirant quÕusant dÕun corpus aussi amoindri, dÕun vocabulariat aussi soumis ˆ la scission, ˆ lÕomission, ˆ lÕimparfait, la scription ait pu sÕaccomplir jusquÕau bout.[42]

 
just as the ultimate failure of communication is what compels us to talk all the time (if we could say what we want to say directly, we would very soon stop talking and shut up for ever) [43]

In der Tat: Wenn die Sprachen perfekte €quivalenzen erlaubten, gŠbe es wenig Anla§ fŸr schriftstellerische KreativitŠt.[44]

 
My language study project is not about perfection. It is about ãbasicsÒ and remains dilettantish. In a world that lures with perfection, art is mostly involved in some kind of strange dilettantism.[45]

der Versuch, aus dem ausdifferenzierten System der Spezialdiskurse auszubrechen.[46]

 
Es ist wichtig, einfache symbolische Namen zu finden, wo sowohl Linksradikale als auch KatholikInnen mitgehen kšnnen, und zu Ÿberzeugen, dass es jetzt notwendig ist. Ein Schulterschluss in  den eigenen Reihen – auf Zeit.[47]

was oft lustig werden kann, haben die Kooperationspartner lebenskulturell meist nichts gemeinsam.[48]

 
Ist es somit nicht manchmal besser, die Kette zu sprengen, als um jeden Preis alle mit allem zu vernetzen? [49]

 
Freilich ist der schwache oder phantasmatische Status dieses ãWirÒ kein Grund zur Verzweiflung – oder besser gesagt: nicht nur ein Grund zur Verzweiflung [50]

Wenn man erst einmal mit der Formulierung ãdiejenigen von unsÒ beginnt, Šndert sich wahrscheinlich auch der Rest der Darstellung. Wie beschreibt sich zum Beispiel eine Kriegssituation, wenn ich konsequent nicht ãdie einen - die anderenÒ sage, sondern ãdiejenigen von uns - diejenigen von unsÒ? [51]

 
Friedensfreunde und Neocons, Antiimperialisten und Antideutsche wissen genau, wie man sich in diesen Tagen zu ãpositionierenÒ hat. Wieso eigentlich? [52]

Wenn man nur langsam sprechen kann, stottern mu§ oder eine unnštige Pause zwischen den Wšrtern macht, kommt sofort jemand mit einem uniformierten Gehirn an und spuckt VerbesserungsvorschlŠge, psychologische RatschlŠge, pŠdagogische Angebote oder humanistisches MitgefŸhl aus.[53]

 
The easiest way to spot a newly transgendered person is that he or she moves just a bit slower than most people; he or she is unlearning old ways of moving, and picking up new ways of moving.[54]

Bedeutet eine konventionelle Form nicht eine mimetische Anschmiegung an die VerhŠltnisse, deren Kritik zu leisten wŠre? [55]

ItÕs called ÒpassingÓ.[56]

Da es immer Menschen gibt, die auf diese Weise unsere Sprachen kontrollieren, domestizieren, angreifen oder zum Verstummen bringen wollen, darf man eigentlich keine SchwŠche beim Sprechen zeigen. In die Luft freigelassene Stimmen machen den Sprecher angreifbar.[57]

A translation will be perceived as ãwrongÒ by a particular reader if it does not fit the image that the reader prefers to associate with the original text.[58]

 
Ob Fehler und abweichendes Aussprechen Charme oder verachtendes †bergehen bewirkt, hŠngt leider nicht vom sich bemŸhenden Sprecher selbst, sondern von den (Gruppen-) Einstellungen der einheimischen Interakteure ab, welche offen, verstŠndnisvoll und entgegenkommend oder diskriminierend, fremdenfeindlich und rassistisch sein kšnnen.[59]

Man kšnnte sich zum Beispiel verteidigen, indem man nichts sagt. Aber Schweigen ist in Deutschland verboten. Was tun? [60]

 
HereÕs one: As part of learning to pass as a woman, I was taught to avoid eye contact when walking down the street; that looking someone in the eye was a male cue. [61]

parodieren aber bedeutet in diesem zusammenhang nichts anderes als: konventionalisieren.[62]

 
Nowadays, sometimes IÕll look away, and sometimes IÕll look someone in the eye – itÕs a behavior pattern thatÕs more fun to play with than to follow rigidly.[63]

When I was transferred to regular school after six months, the teacher asked me if I would prefer him to use the standard idiom or the dialect. I didnÕt understand those words so I just said ÒyesÓ.[64]

The word ÒyesÓ was almost his entire vocabulary. ÒYesÓ can be said without emotional expenditure. Saying ÒnoÓ reddens the face.[65]

 
Translation: In the West, ãyesÒ generally means yes. In Iran, ÒyesÓ can mean yes, but it often means maybe or no.[66]

 
In der Sprache Spivaks hei§t dies Èstrategischer EssentialismusÒ, aus politischen GrŸnden eine IdentitŠt zu verteidigen, wohl wissend, dass diese eine Illusion ist.[67]

At this stage, looking day after day at applications from hopeful Ph.D.Õs, I began to develop moral qualms.[68]

Und auf welcher Seite stehen Sie? [69]

 
My question is quite practical. Here we have my desk. A French text on the left ; a corresponding German text on the right [70]

J.-P.B.: Mais lˆ, je ne marche pas ! Vous voulez me faire jouer le jeu que je dŽnonce : vous, Bacri, qui Žtiez dans tel camp, comment voyiez-vous lÕautre, votre contraire ? Je refuse dÕentrer dans ce jeu ...

Ne soyez pas agacŽ ... [71]

It was as simple as the two piles of applications on my desk: one for minority candidates, another for nonminorities.[72]

I inevitably get two queries: ÒWhat makes you an outlaw?Ó to which I always reply that I break the laws of nature.[73]

 
Only once did I actually have to call a department to ask bluntly if a candidate was black (he wasnÕt); [74]

The second question is almost always, ÒM or F?Ó to which I answer, ÒYes.Ó [75]

 
die Frage ist falsch. Das ist eine Entweder-oder-Frage. Wenn man fragen wŸrde: "Sprechen Sie Slowenisch und Deutsch?", wŸrde man viele Ja-Antworten bekommen.[76]

 
Vous, Jean-Pierre, qui veniez du thމtre privŽ, comment la perceviez-vous cette intelligentsia de gauche, celle de ChŽreau, de Nanterre ? [77]

J.-P.B.: Mais lˆ, je ne marche pas ! Vous voulez me faire jouer le jeu que je dŽnonce : vous, Bacri, qui Žtiez dans tel camp, comment voyiez-vous lÕautre, votre contraire ? Je refuse dÕentrer dans ce jeu ...[78]

ValŽry hat es als Beispiel Ç schulischer EinfŠltigkeit È (niaiserie scolaire) kritisiert, der Zwang zur Opposition erzeuge die GegensŠtze [79]

Ne soyez pas agacŽ ... [80]

FŸr jede Frage fŸnf Euro. [Lachen] Oder fŸr ÔWo kommst du her?Õ – zehn Euro. ÔBist du ein Mann oder eine Frau, oder was bist du?ÕÓ Ò50 Euro.Ó [Lachen].[81]

 
Wahrscheinlich ist das Beste, das man in diesem Dilemma tun kann, sich fŸr das Dilemma selbst zu entscheiden. Das hei§t, in jener LŸcke zu verweilen, die keiner der Begriffe schlie§en kann. [82]

J.-P.B.: Je suis agacŽ par lÕexclusion et par la vue courte. Notre propos nÕest pas de [83]

den erpressten Entscheidungen und faulen Kompromissen ein fŸr alle Mal aus dem Weg zu gehen, sondern sie als solche zu erkennen.[84]

 
if preferential treatment were abandoned. How, in my most optimistic view, would the world look different? [85]

ÈIch denke nie von Toni als von einem ... schwarzen Autor oder als von einem ... weiblichen Autor, sondernÇ – er machte eine Pause,[86]

 
What might the desktop emptiness represent? [87]

und ich sagte: È– als von einem wei§en mŠnnlichen Autor!Ç Alle brŸllten vor Lachen – aber ich hatte nur seine Leerstelle mit der Assoziation gefŸllt, die ohnehin im Raum war! [88]

Whites would quit assuming that black colleagues had been hired because they were black. Blacks would quit worrying that they had been hired because they were black.[89]

 
Non pas en arriver au point o� lÕon ne dit plus je, mais au point o� �a nÕa plus aucune importance de dire ou de ne pas dire je.[90]

 
bedeutet also eigentlich weder eine Relativierung noch eine Historisierung der Hebelgesetze; er bedeutet nur, da§ die Hebelgesetze in der geschichtlichen Entwicklung Teile eines umfassenderen Systems der Technik werden, da§ ihnen spŠter nicht mehr die zentrale Bedeutung zukommt, die sie am Anfang hatten. In Šhnlicher Weise glaube ich,[91]

that such a decision will not necessarily be immediate, a team may well find itself split between two alliances. Such a situation opens them up to the possibility of their enemies uniting, making maximum use of this confusion.[92]

was fŸr eine UnverschŠmtheit es ist, dass die wei§en Akademien Europas und der USA sich anma§en, in just dem Moment ReprŠsentation, IdentitŠt und Wahrheit zu verabschieden, wo sich ehemalige Kolonialstaaten das Recht herausnehmen, eine IdentitŠt zu reklamieren,[93]

LC

 
weil es sie danach verlangte, den eigenen Namen zu schaffen oder zu bilden, um sich darin zu versammeln [94]

an einem fŸr die iranische Obrigkeit unverdŠchtigen Ort: in Mekka.[95]

 
Dadurch hat der Ort AUDIMAX (und auch aufgrund der gro§en Anzahl an Aktivist*innen) den Vorteil und den Fluch das ALLE (FREAKS / SPINNER*INNEN/ REISENDE/ KREATIVE/ ANSTRENGENDE UND TOLLE LEUTE) hierher kommen.[96]

Es ist wichtig, einfache symbolische Namen zu finden, wo sowohl Linksradikale als auch KatholikInnen mitgehen kšnnen,[97]

The Quick Brown Fox Jumps Over The Lazy Dog. [98]

man kommt aus Amerika, Schweden, …sterreich und Iran angereist [99]

(ãauf da§ wir nicht verstreut leben ...Ò) [100]

und es wird gelacht, gestritten, gekocht und gefeiert.[101]

Heavy boxes perform quick waltz102]

wie in der Einheit eines Ortes, der eine Sprache und ein Turm ist, [103]

Lucida is also another name for the star Alpha Monocerotis

Lucida ist a family of typefaces designed by Charles Bigelow and Kris Holmes in 1985.[104]

beides zugleich, das eine wie und als das andere.[105]

 
Solange nicht alle Menschen Zugang zu Wissen und Informationstechnologien haben und dies so nutzen kšnnen, dass ihr Leben dadurch bereichert wird, kann es keine ãvirtuelle GemeinschaftÒ, kein ãglobales DorfÒ, keine ãCyberdemokratieÒ und keine ãelektronische AgoraÒ geben. [106]

Was ist eigentlich ein šffentlicher Raum? Die Antwort auf die Frage liegt scheinbar auf der Hand: [107]

A monospaced font with a large x-height, making it readable at all sizes [108]

Es geht also um ÒAccess for allÓ und um ÒE-Literacy for allÓ.[109]

Wenn die verbreitete Rede von der ãkollektiven IdentitŠtÒ moderner pluralistischer Gesellschaften Ÿberhaupt einen Sinn macht, dann bilden nicht rituelle Bilder, Symbole und ethnische Narrative, sondern durchgefochtene politische Konflikte das Medium, in dem sich diese IdentitŠt, dieses Bewu§tsein eines gemeinsam geteilten Raumes herausbildet.[110]

Es wird weiterhin gekocht, hergerichtet und geplaudert, wŠhrend immer mehr Menschen zum Projekt dazukommen und sich mit ihren Ideen einbringen. Ein Kost-Nix-Laden wird sporadisch eingerichtet und ein GrŠtsl-CafŽ hergerichtet.[111] 

es handelt sich dabei um einen Raum, der fŸr alle Menschen gleicherma§en zugŠnglich, eben šffentlich ist. Dieser Raum darf von allen Menschen im Rahmen der Gesetze gleichberechtigt genutzt werden.[112]

Wer Interesse hat, ist herzlich eingeladen sich am Hausprojekt zu beteiligen und unsere Anliegen vorort zu unterstŸtzen! Wir freuen uns auf euer Kommen und rege Beteiligung! [113]

 
Jeder konkrete Gegenstand (ÇAynÈ, Plural ÇAynanÈ) kann zum Waqf erklŠrt werden, wenn ausgeschlossen ist, dass er durch Gebrauch zerstšrt wird oder mit der Zeit seinen Wert verliert.[114]

Der Bedarf nach offenen RŠumen fŸr gemeinnŸtzige Projekte ist seit Jahren ungebrochen! Die leerstehenden HŠuser fŸr diese Nutzung gibt es auch – hohlen wir sie uns! [115]

 
Das Eigentum, das zum Waqf (Mauquf) erklŠrt wird, gehšrt nicht mehr dem Geber, aber auch nicht dem EmpfŠnger. Das Eigentum ist effektiv ausgesetzt.[116]

Wir fordern die Aufhebung von Eigentum an Grund und Boden, sowie anderer Produktionsmittel zu Gunsten einer kooperativen und selbstverwalteten Nutzung.[117]

Ein solcher Gegenstand gilt als Eigentum (Milch) Allahs, wŠhrend dem EmpfŠnger des Waqf (Person oder Institution) die Rechte daran zustehen. [118]

This land does not belong to us. It belongs to itself.[119]

Als realistischen Zwischenschritt fordern wir das Recht lang leerstehenden Raum fŸr unkommerzielle Projekte nutzen zu kšnnen.[120]

Ich suche nach elementaren VerhŠltnissen. Was sind elementare VerhŠltnisse? Mšglichst einfache, mšglichst leicht herstellbare - um damit eben experimentieren zu kšnnen.[121]

 
CÕest pourquoi jÕai essayŽ de faire, dans un style Žvidemment un peu particulier, lÕhistoire non pas de la pensŽe en gŽnŽral que de tout ce qui Ç contient de la pensŽe È dans une culture, de tout ce en quoi il y a de la pensŽe.[122]

 
Dazu gehšren šffentliche Stra§en, PlŠtze, Einkaufszonen, šffentliche Verkehrsmittel und Freizeiteinrichtungen. Als šffentlicher Raum kann aber auch ein GebŠude bezeichnet werden, in dem eine šffentliche Aufgabe wahrgenommen wird, z.B. eine Schule, eine UniversitŠt oder ein Amt. Dazu gehšrt auch z.B. ein Bahnhof.[123]

Car il y a de la pensŽe dans la philosophie, mais aussi dans un roman, dans une jurisprudence, dans le droit, m�me dans un syst�me administratif, dans une prison.[124]

 
die Rhetoriken der gewšhnlichen Konversation sind Praktiken, die die ÒSprechsituationenÓ transformieren: es sind verbale Produktionen, bei denen das Geflecht der Sprecher-positionen ein orales Gewebe ohne individuelle EigentŸmer bildet: Kreationen einer Kommunikation, die niemandem gehšrt.[125]

LC

 
z.B.: ãZwšlf BoxkŠmpfer jagen Victor quer Ÿber den gro§en Sylter DeichÒ (Quelle: Firma Brother).[126]

In diesem Sinne legitimiert der symbolische Konflikt auf der BŸhne der Politik nicht nur gesellschaftliche Konflikte in all ihren Spielarten, sondern vor allem die Instanz des Konflikts, den ãgrundsŠtzlichen AntagonismusÒ [127]

 
En tout cas, vous �tes tenu de nous dire ce que sont ces discours que vous vous obstinez depuis dix ans bient™t ˆ poursuivre, sans avoir jamais pris le soin dÕŽtablir leur Žtat civil. DÕun mot, que sont-ils : [128]

 
ÔTea or coffee?Õ[129]

es kam zu heftigen kommentaren des publikums, da ich mich weigerte zu sprechen.[130]

Also fragten sie mich: Was ist hier los?! Wieso machst du fŸr das GesprŠch nichts mehr?! Wieso schweigst du?! [131]

ÒPrefer not, eh?Ó gritted Nippers [132]

 
In a well-known Marx Brothers joke Groucho answers the standard question [133]

ÒSteht unser Gebrauch dieser Worte unserem Gebrauch anderer Worte im Wege?Ò [134]

ÒJa und neinÓ sagte Ulrich.

ãAlso neinÒ vollendete Agathe.

Da war es der Zufall, der ins GesprŠch eingriff; als Ulrich, der weder Lust hatte, noch ruhig genug war, geschŠftlich zu denken, in diesem Augenblick die vor ihm ausgebreiteten Schriften zusammenraffte, fiel etwas zur Erde. Es war [135]

 
ein befremdlich anmutendes Kunst-Deutsch, das weder NŠhe zur Umgangs- noch zur Literatursprache besitzt,[136]

eine Sprache, die nur aus Fragen besteht und einem Ausdruck der Bejahung und der Verneinung.[137]

 
ÔTea or coffee?Õ[138]

 
ÔYes, please!Õ[139] 

– a refusal of choice.[140]

ÒAt present I prefer to give no answer,Ó he said, and retired into his hermitage.[141]

 
Das europŠische Mittelalter kannte den Extremfall von Schreibern, die als reine Kopisten oder Kalligraphen nicht lesen kšnnen mu§ten, was sie auf manuellem Weg vervielfŠltigten: den Diskurs des Herrn. [142]

Ich danke auch Eusebia Estes, Lyell Asher und Meredith Garmon fŸr Schreib- und Korrekturarbeiten und Nancy Landau fŸr sorgfŠltige Manuskriptbearbeitung.[143]

Nachdem der Katalog linkerhand Ÿberschrieben und dadurch ein Unikat entstanden war, wurde ãHochsitzÒ von flei§igen FrauenhŠnden abgetippt, wobei eine geringfŸgig vom Original abweichende Variante entstand.[144]

Stein notierte in ihre Manuskripte mit dŸnnerem Stift private Botschaften und Liebesgedichte fŸr Toklas, welche diese beim Abtippen der Arbeiten selbstverstŠndlich fortlie§.[145]

 
Auch alle anderen oben angefŸhrten Abweichungen von der franzšsischen ãNormspracheÒ âberichtigtÕ HelmlŽ durchgŠngig und hebt sie auf die Ebene eines âkorrektenÕ Schriftdeutsch.[146]

Gleichzeitig lЧt sich erkennen, da§ ToklasÕ Rolle bei der Herstellung des endgŸltigen Textes mehr als nur die einer SekretŠrin war [147]

Die Textversion wurde maschinell gesichert, dann wurde von Firmenhistorikern die Entstehung von ãHochsitzÒ dokumentiert.[148]

Und diese Leute [149]

konkret, die ProfessorInnen der Dekonstruktion und die Gelehrten all der Formen [150]

meinten, ich hŠtte jetzt zu bezahlen fŸr dieses Studium und sollte mich um das GesprŠch kŸmmern,[151]

ÒI would prefer not,Ó he replied, with his back still towards me.

ÒYou must.Ó

He remained silent.[152]

 
When I get too tired of not having an identity, I take one on: [153]  

(...)

 

 

 

 

 

aus: Lucida Console, S. 41-55.

Dank an:

 



[1] Falkner 1996, [Titel].

[2] Dubiel XXXX Gehegte Konflikte XXXX

[3] Lieger 2008, i [S. 2].

[4] Kramer 1993, 8.

[5] Vogel 2004, 13.

[6] Perec 1969, 267f.

[7] Vogel 2004, 13.

[8] Perec/HelmlŽ 1986, 285.

[9] Vogel 2004, 13.

[10] Fawcett 1997, 100.

[11] Kramer 1993, 9.

[12] Ganahl 1999,      

      [13] Gertrude Stein: ÒOff We All Went to See Germany. Germans should learn to be disobedient and GIs should not like them no they shouldnÕtÓ, in: LIFE, 6. August 1945, zit. In: Kramer 1993, 7.

      [14] N.N., Leserbrief Òaus New JerseyÓ auf den o.g. Artikel von G. Stein im Magazin LIFE, August 1945, zit. In: Kramer 1993, 7.

[15] Ganahl/Torimitsu 1999, 140.

      [16] Lieger 2008, i [S. 2].

[17] Van den Broeck 1993, 53.

[18] Ganahl/Torimitsu 1999, 140.

[19] Misik 30/07/06, 139.

[20] Mathews 1996, i (13)

[21] Perec/HelmlŽ 1986, 327.

[22] Holman & Boase-Beier 1999, 5.

[23] Perec 1969, 309.

[24] Marchart 1999, 125.

[25] Mathews 1996, i (13).

[26] Marchart 1999, 125.

      [27] Wodsak 1994, 297.

[28] Mathews 1996, i (9).

      [29] Hammer 2007, 139.

[30] Marchart 1999, 125.

[31] Perec 1969, 41.

[32] Marchart 1999, 126.

[33] Perec 1969, 31.

[34] Marchart 1999, 126.

[35] Perec 1969, 31f.

[36] Dubiel gehegte Konflikte ::XXXXX

[37] Žižek 200, 94.

[38] Perec/HelmlŽ 1986, 328.

[39] Perec 1969, 310.

[40] Žižek 200, 94.

      [41] Riha 1980, 271.

[42] Perec 1969, 196.

[43] Žižek 200, 94.

      [44] Schneiders 1990, 172.

[45] Ganahl/Torimitsu 1999, 140.

[46] xxxxx sekundŠr Ÿber g. stein, s. 195f.

[47] Ariane Sadjed in: ãDie eigenen Reihen stŠrkenÒ, Antirassismus und Herbst-Wahlkampf, in: MALMOE 33, sommerloch 2006, 11.

[48] Misik 30/07/06, 139.

[49] Steyerl 2003, 27.

[50] Butler 1991, 209.

[51] Lieger 2008, i, [S.3].

[52] Misik 30/07/06, 139.

[53] Tawada 2001, 11.

[54] Bornstein 1995, 87.

[55] Steyerl 2003, 27.

[56] Bornstein 1995, 87.

[57] Tawada 2001, 11.

[58] Holman & Boase-Beier 1999, 5.

[59] Ganahl 1999, 127.

[60] Tawada 2001, 11.

[61] Bornstein 1995, 27.

[62] Priessnitz 1993b, 187f.

[63] Bornstein 1995, 27.

[64] where is it ???????

[65] Copley 1973/1989, 191.

[66] Slackman 14/08/06, 4.

[67] Steyerl ??????????? get quote!!!!!

[68] Kindrow 1994, 144.

[69] Misik 30/07/06, 39.

[70] Pym 1998, 182.

[71] Jean-Pierre Bacri in: Assouline/Gouslan 2000, 11.

[72] Kindrow 1994, 144.

[73] Bornstein 1994, 46.

[74] Kindrow 1994, 144.

[75] Bornstein 1994, 46.

[76] Peter Waterhouse in: Waterhouse/Niedermeier 19.8.2009, 8.

[77] Jean-Pierre Bacri in: Assouline/Gouslan 2000, 11.

[78] Jean-Pierre Bacri in: Assouline/Gouslan 2000, 11.

[79] BŸrger 1988, 213.

[80] Jean-Pierre Bacri in: Assouline/Gouslan 2000, 11.

[81] Schmeiser 2009, 64.

[82] Buden 2007, i.

[83] Jean-Pierre Bacri in: Assouline/Gouslan 2000, 11.

[84] Buden 2007, i.

[85] Murray 194, 191.

[86] Toni Morrison in: Morrison/Conrad, I 25.10.2009, i.

[87] Pym 1998, 182.

[88] Toni Morrison in: Morrison/Conrad, I 25.10.2009, i.

[89] Murray 194, 191.

[90] Deleuze/Guattari 1980, 9.

[91] Heisenberg 1979, 74.

[92] London Psychogeographical Association: The Luther Blissett 3-sided Football League, in: Marchart 1997, 43.

[93] Sonderegger 2004, 67.

[94] Derrida/DŸttmann 1997, 123.

      [95] N.N. 2006, i [Synopsis zu: Exile Family Movie von Arash, A/Iran 1994-2006].

[96] N.N. (Flugblatt Audimax)  12.11.2009, o.S.

[97] Ariane Sadjed in: ãDie eigenen Reihen stŠrkenÒ, Antirassismus und Herbst-Wahlkampf, in: MALMOE 33, sommerloch 2006, 11.

[98] Lucida Console, in: http://en.wikipedia.org/wiki/Lucida_Console, (August 2006).

      [99] N.N. 2006, i [Synopsis zu: Exile Family Movie von Arash, A/Iran 1994-2006].

[100] Derrida/DŸttmann 1997, 123.

      [101] N.N. 2006, i [Synopsis zu: Exile Family Movie von Arash, A/Iran 1994-2006].

[102] Lucida¨ Console, Description, in: http://www.ascendercorp.com/msfonts/lucida_console_regular.html, (August 2006).

[103] Derrida/DŸttmann 1997, 123.

[104] Lucida Console, in: http://en.wikipedia.org/wiki/Lucida_Console, (August 2006).

[105] Derrida/DŸttmann 1997, 123.

      [106] Fuchs 2006, 198.

[107] Hunning 2004, i.

[108] Lucida¨ Console, Description, in: http://www.ascendercorp.com/msfonts/lucida_console_regular.html, (August 2006).

      [109] Fuchs 2006, 198.

[110] Dubiel XXXXXXXX gehegte konflikte

      [111] hausprojekt 2009, i.

      [112] Hunning 2004, i.

      [113] hausprojekt 2009, i.

      [114] Waqf, Definition, im Glossar zum islamischen Versicherungswesen, in: Ho/Staib/N.N. 2008, 50.

      [115] hausprojekt 2009, i.

      [116] Waqf, Definition, im Glossar zum islamischen Versicherungswesen, in: Ho/Staib/N.N. 2008, 50.

      [117] N.N. (hausprojekt) 2009, i.

      [118] Waqf, Definition, im Glossar zum islamischen Versicherungswesen, in: Ho/Staib/N.N. 2008, 50.

      [119] Shonto Councilman Harry Brown, zit. in: Geyer 2007, o.S. (#17).

      [120] N.N. (hausprojekt) 2009, i.

      [121] Oswald Wiener in: Wiener/Huemer 28.1.1999, r.

[122] Michel Foucault in : R. Bellour / Michel Foucault, entretien, in: Les Lettres fran�aises n¡1125, 1966, pp. 3-4. In: Foucault 2001, #34.

[123] Hunning 2004, i.

[124] Michel Foucault in: R. Bellour / Michel Foucault, entretien, in: Les Lettres fran�aises n¡1125, 1966, pp. 3-4. In: Foucault 2001, # 34

      [125] de Certeau/VouillŽ 1988, 28.

      [126] Schreiber 1993,152.

[127] Marchart 1999, 133.

[128] Foucault 1969, 267.

[129] Žižek 2000, 90.

[130] Frechberger 2003, o.S.

[131] Gert Neumann in: Neumann/Czejpek/Waterhouse 1999, 112.

[132] Melville 1856/1985, 39.

[133] Žižek 2000, 90.

[134] Rorty XXXXXXX get!

[135] Musil 1970, 768.

[136] Wodsak 1994, 304f.

[137] Wittgenstein [1958] 1977, 24.

[138] Žižek 2000, 90.

[139] Žižek 2000, 90.

[140] Žižek 2000, 90.

[141] Melville 1856/1985, 38.

[142] Kittler 1985/2003, 134.

[143] Rorty 1989, 10.

[144] tongue tongue hongkong 2002, 96.

[145] Kramer 1993, 27.

[146] Wodsak 1994, 305.

[147] Kramer 1993, 27.

[148] tongue tongue hongkong 2002, 96.

[149] Gert Neumann in: Neumann/Czejpek/Waterhouse 1999, 112.

[150] Buden 2007, i.

[151] Gert Neumann in: Neumann/Czejpek/Waterhouse 1999, 112.

[152] Melville 1856/1985, 42.

[153] Bornstein 1995, 39.